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DSL-Versorgungslücken in Deutschland

DSL ist in der heutigen Zeit für die meisten Menschen, insbesondere für Geschäftsleute, unverzichtbar. DSL ist inzwischen auf der ganzen Welt der etablierte Standard in Sachen Internetzugang. Nur mit DSL lässt sich das moderne Internet vernünftig nutzen. Die allermeisten Internetseiten sind längst mit großformatigen Bildern, Videos und Audio-Files ausgestattet; insbesondere Nachrichtenangebote lassen sich heute mit einem langsamen ISDN Anschluss nur mühsam nutzen. Die Zeiten, in denen Internetseiten lediglich aus Texten bestanden, sind längst vorbei.Wer kein DSL hat ist daher vom schnellen Internet

und somit von einer modernen Telekommunikationstechnologie ausgeschlossen und abgeschnitten. Vor allem in ländlichen Regionen sieht es in Sachen DSL oft noch düster aus. Für Unternehmen bedeutet dies einen erheblichen Wettbewerbsnachteil. Ein Austausch von Daten mit Geschäftspartnern ist nicht in angemessener Zeit möglich und wichtige Dokumente können nur mühsam aus dem Internet heruntergeladen werden. Doch nicht nur Geschäftsleute, sondern auch normale Arbeitnehmer leiden unter dem unfreiwilligen DSL Verzicht. Die DSL Anbieter versprechen in ihrer Werbung permanent Spaß und Unterhaltung in der DSL Welt, so dass kaum jemand auf einen schnellen Anschluss verzichten mag.
Natürlich könnten die DSL Anbieter das Problem lösen, indem sie ihr Breitbandnetz auch in ländlichen Regionen ausbauen. Eine Erweiterung des Netzes wird von den Landbewohnern nicht selten per Unterschriftensammlung von der Deutschen Telekom gefordert. Die Telekom beruft sich jedoch darauf, dass sie inzwischen kein staatliches Unternehmen mehr ist, sondern ein privater Konzern, der nach wirtschaftlichen Grundsätzen handeln und entscheiden muss. Da es auf dem Lande wenige potentielle Kunden pro Ortschaft gibt, sieht die Telekom keine reale Chance auf einen akzeptablen Profit. Von einem Ausbau ihrer Infrastruktur sieht sie deshalb ab.
Zum Glück wird schnelles Internet inzwischen nicht mehr nur von DSL Anbietern angeboten, sondern auch von Kabelnetzbetreibern. Wer die Fernsehprogramme über einen Kabelanschluss empfängt, der sollte einmal beim Kabelnetzbetreiber anfragen, ob auch ein Internetzugang über das Kabel möglich ist. Wer Glück hat, der wohnt in einem Gebiet, in dem das Kabelnetz bereits für Breitband-Internet aufgerüstet wurde. Ist dies der Fall, so kann ein Komplettpaket für Telefonie und Internet beim Kabelnetzbetreiber erworben werden.
Manuel Meister
m.meister[at]web[punkt]de



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