Die beste Vorbeugung gegen Gürtelrose wäre natürlich die Ansteckung mit dem Virus Varizella-Zoster ganz zu vermeiden. Das ist nicht leicht, denn dieses Virus ist der Auslöser von Windpocken und hochansteckend. Diese rasante Ausbreitung hat der Krankheit ihren Namen gegeben: Windpocken, die Bläschenkrankheit, die quasi mit dem Wind übertragen werden. Zudem ist die Kontaktvermeidung ein zweischneidiges Pferd, denn je später eine Ansteckung erfolgt, umso gefährlicher wird sie. Heute wird versucht, dieser Erkrankung mit einer Windpocken-Impfung zu begegnen. Jugendliche und Erwachsene, die nie Windpocken gehabt haben, sollten auf jeden Fall den Kontakt zu erkrankten Personen meiden.
Dazu gehört, dass sie sich nicht nur von Kindern mit Windpocken fernhalten, sondern auch von Erwachsenen mit Gürtelrose. Denn auch die Gürtelrose ist hochansteckend. Sie führt bei den Bertoffenen allerdings nicht zu einer Gürtelrose, sondern zunächst erst wieder zu Windpocken. Mit Gürtelrose selbst kann man sich dagegen gar nicht anstecken. Die bekommt man tatsächlich nur durch die im eigenen Körper verbliebenen Windpocken-Viren. Hat man aber erst einmal das Virus im Körper, wird man es nicht mehr los. Es kann jedoch für immer latent, also inaktiv bleiben und muss nicht zwangsläufig zu einer Gürtelrose führen. Insgesamt erleiden etwa 20 Prozent der Erwachsenen mit Varizella-Zoster-Virus-Infektion eine Gürtelrose. Die Reaktivierung erfolgt meistens bei geschwächtem Abwehrsystem. Daher ist die nächste wichtige Vorbeugungsmaßnahme die Stärkung des Immunsystems. Das bedeutet gesunde, vitaminreiche Ernährung, viel Bewegung, vor allem an der frischen Luft und auch die Stärkung der Psyche, da diese eng mit dem Abwehrsystem verbunden ist. Deshalb bewirkt auch übermäßiger Stress eine Schwächung der Immunabwehr. Besonders gefährdet, eine Gürtelrose zu bekommen sind auch Menschen, die gerade eine andere Krankheit durchmachen, wie z.B. eine Grippeinfektion, und dadurch ihr Immunsystem strapazieren. Dagegen hilft ebenfalls eine gesunde Lebensweise und unterstützende Maßnahmen gegen diese andere Erkrankung. Andere Vorbeugemaßnahmen neben Kontaktvermeidung, Impfen gegen Windpocken und Stärkung der Immunabwehr gibt es bisher nicht. Hohes Alter und starke Medikamente wie sie zum Beispiel in der Krebstherapie eingesetzt werden, steigern ebenfalls das Risiko an Gürtelrose zu erkranken. Dagegen lässt sich ebenfalls nicht vorbeugen. Ist das Virus jedoch erst einmal reaktiviert, gilt es eine schnelle
Hilfe bei Gürtelrose einzuleiten, um wenigstens den Folgeschäden vorzubeugen.
Andreas Mettler
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Veröffentlicht am
Samstag, 7 Juni, 2008
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