La Amalfitana
Italien ist bekanntermaßen ein herrliches Land, das Jahr für Jahr nicht nur deutsche Urlauber in Scharen anzieht. Orte wie Jesolo, Rimini und Lago di Garda stehen als Last Minute Ziele ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Die herrliche Küstenlandschaft der Amalfitana ist da vergleichsweise unbekannt, aber bietet mit dem einzigartigen Panorama, dem blau glitzernden Meer und den Bilderbuch Dörfern ein absolut ebenbürtiges Ziel für Last Minute Reisen.
Der wild zerklüftete Küstenabschnitt zwischen Salerno und Neapel lässt zwar größerer Ansiedlungen nicht zu, so dass man auf einer Fahrt entlang der Küstenstraße lediglich auf versteckte Dörfer und Ortschaften trifft, aber hier findet man noch die typisch italienische Dorfidylle. Die einzige Ausnahme stellt Amalfi Stadt dar, die der ganzen Küstenregion ihren Namen gab. Einst entstand hier die erste Seerepublik Italiens mit einer mächtigen Flotte und Handelsbeziehungen nach Syrien und Nordafrika. Doch bald wurden die großen Nachbarn im Norden, Pisa und Genua einflussreicher, so dass die Amalfiküste ins wirtschaftliche Abseits geriet. Jahrhunderte lag die Küstenregion vergessen und von der Welt abgeschnitten. Erst der Ausbau der “Amalfitana”, der 30 Kilometer langen Traumstraße, beendete Mitte der 19. Jahrhunderts die Isolation der Region und mauserte sich dann schnell zum Urlaubsziel der Intellektuellen. Maler, Dichter und Schriftsteller aus ganz Europa ließen sich in Ravello oder Positano nieder und machten die Küste zum Inbegriff der nordischen Sehnsucht. Gerade die Verbindung aus landschaftlicher Herrlichkeit, wie den terrassenförmigen Weinbergen, blühenden Obstgärten und dem grünen Weideland, gepaart mit bedeutenden architektonischen Bauwerken, machen die Region zu einem so außergewöhnlichen Last Minute Reiseziel in Europa. Ob einfach nur gemütlich am Strand von Positano entspannen, Wandern auf den Höhenwegen von Bomerano oder Kunst und Kultur in Amalfi bestaunen, hier wird es keinem so schnell langweilig.
Viv Rittersporn
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